Hochfest der Verkündigung des Herrn
Am Dienstag, 25. März 2025, dem Hochfest der Verkündigung des Herrn, an dem wir zugleich unser Klosterpatrozinium feiern, besuchte uns unser Bischof Dr. Franz Jung.
Bischof Franz feierte mit uns um 6.30 Uhr in unserer Hauskapelle das Hochamt zum Hochfest der Verkündigung in Konzelebration mit unserem Schulseelsorger, Pfr. Dr. Leineweber, und Br. Ulrich aus dem benachbarten Franziskanerkloster. In einer kleinen Ansprache ging er von einem Verkündigungsbild aus, das aus der Schlosskapelle in Loyola stammt. Es ist das Bild, vor dem der durch ein im Krieg zugezogenes Leiden erkrankte Ignatius von Loyola lange Zeit betete und sich die Frage stellte: „Warum nicht?“, als er um seine Berufung rang. Der Bischof führte dann aus, dass in vielen Berufungsgeschichten der Bibel die Menschen sich gegen Gottes Anruf zunächst wehrten und fragten: „Warum ausgerechnet ich?“, Ignatius dagegen kam schließlich zu der Frage: „Warum nicht?“ und öffnete sich damit seiner Berufung.
Nach dem gemeinsamen Frühstück in unserem Refektorium ging unser Bischof Franz mit in die Schule und begrüßte die Schülerinnen über die Sprechanlage und sprach das Morgengebet. Danach fand ein spiritueller Impuls in unserer Antoniterkirche statt, bei dem die Schwestern, Ordensreferent Domvikar Paul Weismantel, Pfr. Dr. Leineweber, die Schulleitungen, verschiedene Lehrkräfte, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den verschiedenen Bereichen, Mitglieder des Elternbeirates, der MAV, des Freundeskreises und der SMV anwesend waren. Sr. Katharina trug ihre Gedanken zum Fest der Verkündigung und der Menschwerdung, ausgehend vom Hochaltarbild unserer Kirche, einer Skizze von Wolfgang Lenz, die er in den 1950er Jahren in der Ruine unserer Kirche gezeichnet hatte, und von im Kunstunterricht einer 9. Klasse entstandenen Figuren, welche die Menschwerdung „verheutigt“ darstellen sollten, vor. Diese Figuren sind alle mithilfe einer „Rettungsdecke“ gefertigt, denn durch die Menschwerdung Gottes in Jesus und die Ankündigung seiner Geburt legt quasi Gott den Menschen eine Rettungsdecke um. Schließlich richtete auch noch der Bischof das Wort an die Anwesenden.
Im Anschluss an diesen musikalisch schön umrahmten Impuls gab es eine kleine Stärkung im Angelasaal, ehe sich der Bischof mit den verschiedenen Gremien unserer Schule wie Elternbeirat, MAV, Schulleitung und den Klassensprecherinnen jeweils zu einem Gespräch traf.
Den Abschluss des Festtages und des Bischofsbesuchs bildete dann das gemeinsame Mittagessen im Refektorium von uns Schwestern.
Es war ein erfüllter und gelungener Tag, bei dem sich unser Bischof sichtlich wohl bei uns fühlte, und wir sind dankbar für die Verbundenheit, die gewachsen ist.
Sr. Johanna Ankenbauer OSU